Offizielle Gründung der Sparte Triathlon

Ein neues Gründungsdatum fügt sich in die Chronik des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes ein – der 28. November 2015 ist der Tag der Gründung der Sparte Triathlon, Ort der Gründungsversammlung war Essen.

Die Gründung der Sparte
Die Gründung der Sparte

Die 1. Deutsche Meisterschaft hatte im August im Rahmen des 14. Altenrheiner Channel-Triathlons mit insgesamt 14 Startern stattgefunden, Meister 2015 wurde Thomas Suslik. Und er wurde auch zum Leiter der Sparte gewählt, vertritt ab nun die Interessen derjenigen, die diese olympische Ausdauersportart unter dem Dach des Verbandes betreiben. Martin Koppe wurde als sein Vertreter gewählt, Verwaltungsangelegenheiten wie Passbearbeitung und Kasse wurden Gerrit Besselink übertragen. Til Prigge bot sich als Jugendkoordinator an und verstärkt das Team Triathlon.Vertreter aus sieben Vereinen waren nach Essen angereist, um den ersten formalen Schritt zur endgültigen Etablierung dieses Sports im Dachverband zu machen. Unter der Leitung von Präsident Winfried Wiencek und Generalsekretärin Diana Aleksic wurde der Konzeptentwurf für die Ein- und Fortführung der Spartenaktivitäten, den Suslik den Anwesenden vorstellte, diskutiert und unter dem Aspekt der Machbarkeit und der Erwartungen geprüft.
Konzept und Ideen
Neben dem Entwurf einer Spartenordnung, die in Kürze folgen wird, lagen die Festlegung der Beitragshöhe, der Höhe von Startgeldern und Startberechtigung an sowie die Gestaltung eines attraktiven Angebots der Sparte für ihre Mitglieder. Kommunikationswege unter Nutzung der sozialen Netzwerke wurden ebenso diskutiert, wie die Möglichkeit einer „Hobbywertung“ von Nichtmitgliedern bei Meisterschaften, denn willkommen sind alle, die sich für diese Sportart interessieren, die seit den 1980er Jahren in Deutschland betrieben wird und sich großer Beliebtheit und stetig wachsender Teilnehmerzahlen erfreut.

Die Leitung der Sparte Triathlon. V.l.: Generalsekretärin D.Aleksic,Thomas Suslik, Martin Koppe, Gerrit Besselink, DGS-Präsident W.Wiencek
Die Leitung der Sparte Triathlon. V.l.: Generalsekretärin D.Aleksic,Thomas Suslik, Martin Koppe, Gerrit Besselink, DGS-Präsident W.Wiencek
Schon jetzt stehen verschiedene Gehörlosen-Sportvereine in Deutschland in den Startlöchern, um eine entsprechende Abteilung ins Leben zu rufen.
Die Weichen sind gestellt, die Verantwortlichen gewählt, die Zielrichtung ist bestimmt und ein aussagekräftiges Logo gibt es bereits, bleibt nur, allen bei der weiteren Arbeit viel Erfolg und der Sparte viel Zuwachs zu wünschen!

Entstehung des Triathlons

In der Fitnesswelle der Siebzigerjahre gab es im südlichen Kalifornien mehrere kleinere Lauf- und Schwimmwettkämpfe. Mitte der 1970er Jahre wurde dann der Begriff Triathlon erstmals benutzt, organisiert am 25. September 1974 durch die Amerikaner in San Diego. Das kleine Rennen mit 46 Teilnehmern ging – in dieser Reihenfolge – über 6 Meilen (ca. 10 km) Laufen,  Meilen (ca. 8 km) Radfahren und 500 Yards (ca. 0,5 km) Schwimmen und trug den Namen „Mission Bay Triathlon“. Es gab gut neun Monate später in Coronado den Triathlon. Zu den  Teilnehmern beider Veranstaltungen gehörten der später auf Hawaii stationierte Navy-Offizier John Collins und seine Frau Judy, 1978 Mitinitiatoren des ersten „Hawaii Iron Man Triathlon“.  Durch einen Artikel zu TV-Berichten in den Folgejahren motivierte, wurde aus dieser persönliche Herausforderung einiger weniger Veranstaltung in kurzer Zeit der „Ironman Hawaii“ als bekannter sportlichen Wettkampf. In der Folge entstanden die  Triathlonveranstaltungen in kürzester Zeit zunächst in den USA und ab 1982 auch in Europa. Diese Sportart ist seit den 1980er Jahren in Deutschland betrieben und erfreut sich großer Beliebtheit und stetig wachsender Teilnehmerzahlen. Schon jetzt stehen verschiedene Gehörlosen-Sportvereine in Deutschland in den Startlöchern, um eine entsprechende Abteilung ins Leben zu rufen. Triathlon ist einfach für Jederfau, Jedermann, Kinder, Jugendliche, Senioren und Familien. 200 Meter schwimmen, 5 Kilometer Radfahren und 1000 Meter laufen und man ist ein Triathlet. 50 Meter schwimmen, 1000 Meter Radfahren, 200 Meter laufen und Kinder dürfen sich Triathlon-Finisher nennen. Viele Menschen kennen Triathlon als Extremsport aus dem Fernsehen, gar berüchtigt ist für einige der Ironman Hawaii, das wohl härteste Ausdauerrennen der Welt. Dabei ist Triathlon heute eine Sportart für jeden und bedeutet letztlich einfach Schwimmen, Radfahren und Laufen: ob über kurze oder längere Strecken. Triathlon ist indes aber auch viel mehr als nur die Summe aus drei Sportarten – eine spannende Aktivität sowohl für Männer als auch für Frauen, für Senioren wie für Kinder und Jugendliche sowie Familien und vor allem perfekt geeignet, um die eigene Ausdauer, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern. Badehose, Fahrrad, Helm, Laufschuhe Mehr braucht man im Prinzip nicht, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Eine Badehose oder einen Badeanzug und ein paar Sport- oder Laufschuhe hat fast jeder zu Hause und auf der Radstrecke findet man sich mit dem City-Rad, Trekkingrad oder Mountainbike immer in bester Gesellschaft. Beim Schwimmen gibt es keine Vorgabe, wie geschwommen werden muss, so dass es jedem Teilnehmer frei steht seinen Schwimmstil selbst zu wählen und die Strecke in Brust, Kraul oder einer anderen Schwimmtechnik zurückzulegen. Das Rad muss sich in technisch einwandfreiem Zustand befinden und bei jedem Triathlonrennen besteht Helmpflicht, denn die Sicherheit der Athleten hat auch hier oberste Priorität.

 

DGSV & Triathlon in Essen und das Gespräch

Letzten Freitag waren wir DGSV in Essen und das Gespräch war sehr angenehm und informativ. Hauptthema war natürlich Triathlon,
wie soll es weiter gehen, wie können wir die 2. Deutsche Meisterschaft organisieren?
Ich kann Euch sagen: es wird demnächst eine spannende Zeit bis zur 2. Deutsche Meisterschaft und
sehr viele Neuerung wird es geben und wir auch tolle neue Ideen für die nächste Meisterschaft haben.
So bald wir was konkretes haben werden wir Euch natürlich nichts vorenthalten.
Schönen Sonntag!

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